Bisher haben wir die rechtlichen und technischen Anforderungen beschrieben, heute zeigen wir Lösungen.

Wie sehen konforme Lösungen aus?

Das Zauberwort heißt „sinusförmige Stromaufnahme“. Man kennt diesen Begrifft aus der Schaltnetzteil-Technik die heute ab bestimmten Leistungen mit entsprechenden Maßnahmen ausgestattet sein müssen, um die EMV-Vorschriften einzuhalten. Diese Technik ist auch bei Leistungsstellern und regelbaren Warmwasserbereitern verfügbar.

Eine Variante ist die Stufenschaltung (z.B. 500 W Stufen) des Heizelements, die natürlich keine exakte Regelbarkeit ermöglicht. Damit ist keine genaue Eigenverbrauchsoptimierung möglich. Die sinusförmige Stromaufnahme wird durch den ohmschen Heizwiderstand gewährleistet. Eine deutlich bessere Lösung ist hingegen die hochfrequente Leistungsstellung mit sinusförmiger Stromaufnahme. Diese kombinieren also beide Vorteile: stufenlose Regelbarkeit und Konformität mit den EMV- und Netzanschluss-Bedingungen.

Ähnlich wie bei einem PV Wechselrichter erfolgt die Modulation der Sinuswelle mittels Pulsweitenmodulation (PWM). Anstatt die Halbwellen also durch einen Phasenanschnitt zu „zerschneiden“, wird Welle mit variabler Amplitude sauber nachgebildet und die Emissionen bleiben innerhalb der Toleranzen. Diese Geräte sind folglich EMV-konform.

Störspannungsmessung an einem PWM getakteten Warmwasserbereiter:
(Quelle: my-PV)

Beispiel eines PWM getakteten Warmwasserbereiters
(Quelle: my-PV)

Für den Elektrotechniker gibt es eigentlich nur einen Rat: der Einsatz netz- und EMV-konformer Produkte.
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