PV Wechselrichter-Hersteller kennen das Problem: Kaum waren viele Geräte im Feld, kam der Nachrüstungsbedarf. Alle Geräte schalteten gleichzeitig bei der selben Netzfrequenz-Abweichung ab, das Netz wurde instabil.

Derzeit sind wir in Österreich am besten Weg, bei regelbaren Eigenverbrauchslösungen mit Thyristoren zur Warmwasserbereitung in ein ähnliches Dilemma zu schlittern. Allerdings sind hier von Beginn an die technischen Rahmenbedingungen eindeutig. Und damit entsteht ein nicht unbeträchtliches Risiko für den Elektrotechniker.

Was kann passieren?

Bekannt ist der Thyristorsteller, auch als Phasenanschnittsteuerung bezeichnet, im häuslichen Gebrauch vor allem zum Dimmen des Lichts mit kleiner Leistung. Das ist auch absolut zulässig und unproblematisch. Bei größeren Leistungen sieht das aber schon ganz anders aus. Weil Strom und Spannung nicht mehr dieselbe Form besitzen, können induktive Belastungen auftreten, die von Energieversorgern nicht toleriert werden. Andere elektronische Geräte am Netz können durch die nicht-sinusförmige Stromaufnahme gestört, schlimmstenfalls beschädigt werden. Fälle bei Wärmepumpensteuerungen oder Fernsehgeräten sind bekannt.

Der Elektrotechniker ist zu 100% in der Verantwortung!
Das Risiko eines nachträglichen Umbaus kann mit hochwertigeren Technologien von Beginn an ausgeschlossen werden. PV Überschuss-Warmwasserbereitungsgeräte sollten also mit Bedacht auswählt werden. Die Elektroinnung empfiehlt, bereits errichtete Anlagen auf Stand der Technik bzw. Normenkonformität zu prüfen, damit es zu keinen Problemen kommt.
Fachlich gesehen ist der Elektrotechniker sowohl von Seiten der Netzbetreiber als auch der Hersteller der Thyristoren in der Verantwortung. Warum dies so ist, erläutern wir in den nächsten Teilen dieser Informations-Reihe.

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